Superkräfte auf vier Pfoten

Hunde und Katzen erkennen Dinge, die uns Menschen verborgen bleiben.

Mitten in der Nacht springt deine Katze auf. Ihre Ohren zucken, aufmerksam starrt sie in eine dunkle Ecke des Zimmers, aber du kannst nichts sehen. Erst ein paar Sekunden später bemerkst du ein leises Kratzen an der Wand. Ein Mäuschen? Wie hat sie das nur so schnell bemerkt? Oder dein Hund läuft plötzlich zur Tür, lange bevor die Klingel ertönt. 
Haustiere haben erstaunliche Fähigkeiten: Sie hören, riechen und sehen Dinge, die uns Menschen verborgen bleiben.

Echte Spürnasen

Hunde verstehen uns oft so gut, dass es sich fast wie Telepathie anfühlt. Das liegt daran, dass sie uns genau beobachten – und an ihren feinen Sinnen.
Hunde riechen bis zu 100.000-mal besser als wir Menschen. Sie können Drogen oder Sprengstoff aufspüren. Sie können Krankheiten wie Krebs erschnüffeln oder riechen, wenn Menschen zu wenig Zucker im Blut haben. Sogar Schädlinge in Bäumen erschnüffeln sie. Außerdem nehmen sie über Gerüche wahr, wie wir uns fühlen, ob wir gestresst oder ängstlich sind.
Auch ihr Gehör ist erstaunlich. Hunde hören Geräusche aus der Entfernung etwa viermal so gut wie wir und nehmen viel höhere Töne wahr. Deshalb reagieren sie auf Geräusche, die wir gar nicht bemerken. Zudem können sie ihre Ohrmuscheln unabhängig voneinander drehen, um Geräusche wie ein Radar punktgenau zu orten.

Worauf musst du achten, wenn du einen Hund als Haustier halten möchtest? Sieh dir das Video an und beantworte folgende Fragen:

  • Wie unterscheiden sich Jagdhunde, Mischlinge und Begleithunde? 
  • Wie oft und lange solltest du mit deinem Hund Gassi gehen?
  • Was ist eine Qualzucht? 
  • Was ist für Hunde giftig? 

Clevere Begleiter

Hunde sind sehr klug. Manche können über 100 Wörter lernen und bringen dann den Gegenstand, den man ihnen nennt. Außerdem haben Hunde ein gutes Zeitgefühl: Viele wissen genau, wann es Futter gibt oder zu welcher Tageszeit Mitglieder ihrer Familie nach Hause kommen.
Besonders beeindruckend ist das Mantrailing: Hunde können den Geruch einer Person aufnehmen und über weite Strecken verfolgen, sogar durch belebte Städte. Dabei hilft ihnen ihr unglaubliches Gedächtnis für Gerüche.

Erstaunliche Fakten

Manche Eigenschaften von Hunden sind kurios: Viele Hunde richten sich beim Häufchenmachen am Magnetfeld der Erde aus, meist in Nord-Süd-Richtung. Klingt verrückt, wurde aber von Forschern festgestellt. Und noch etwas: Am Knurren kann ein Hund erkennen, wie groß ein anderer Hund ist, ohne ihn zu sehen. 

Wusstest du, dass die Katze das beliebteste Haustier in Österreich ist? In etwa 28 % der österreichischen Haushalte lebt mindestens einer der Vierbeiner. 

Meister der Nacht

Man sagt: Katzen sehen im Dunkeln. Das stimmt nicht, aber sie brauchen nur ein Sechstel des Lichtes, das wir Menschen benötigen, um etwas zu sehen. Mit ihren beweglichen Ohren können sie selbst leiseste Geräusche orten. Das macht sie zu echten Profis in der Dämmerung. 
Ihre Schnurrhaare (Vibrissen) sind wie Sensoren. Damit prüfen Katzen etwa, ob sie durch eine enge Öffnung passen. Die Vibrissen helfen ihnen, sich auch im Dunkeln sicher zu bewegen. 
Wenn eine Katze fällt, kann sie sich in der Luft drehen und landet fast immer auf ihren Pfoten. Katzen können sogar Erdbeben „vorherspüren“. Sie fühlen Schwingungen und seismische Aktivitäten früher als wir Menschen. 
Wenn es sich unsere Katze schnurrend gemütlich macht, bedeutet das meist, dass sie sich wohlfühlt. Das Schnurren hat noch mehr Funktionen: Es hilft der Katze zum Beispiel auch, Schmerzen zu lindern.
Haustiere sind also viel mehr als nur Begleiter. Sie haben erstaunliche Fähigkeiten, starke Sinne und verstehen oft mehr, als wir denken.  


Hörübung

Lies den Text oben. Hör dir die fünf Aussagen im Hörtext an und entscheide, ob sie stimmen, nicht stimmen oder im Space gar nicht vorkommen.

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