Mamas bester Freund

Erich Kästners Bücher wurden zuerst verbrannt und später verfilmt. Nun kommt ein neuer Film ins Kino.

Die Eltern Kästner haben wenig Geld, als ihr Sohn Erich 1899 geboren wird. Trotzdem soll Erich eine gute Ausbildung bekommen. Also muss Geld her. Zuerst vermietet Mutter Ida ein Zimmer ihrer Wohnung an Lehrer, bei ihnen holt sie sich Tipps für ihren Sohn. Dann eröffnet sie im Schlafzimmer ein Frisörgeschäft. Sie lernt schwimmen und Rad fahren, um es dem Buben beizubringen. 
Er wird ein sehr guter Schüler, und später sagt Erich Kästner über seine Mutter: „Sie war immer mein bester Freund.“

Geld mit Gedichten

Nach der Matura soll er Lehrer werden. Doch er studiert lieber Deutsch, Philosophie und Geschichte und wird ein gefragter Journalist. Als er mit 28 Jahren in die deutsche Hauptstadt Berlin zieht, startet er richtig durch. Viele große Zeitungen drucken seine Geschichten und Gedichte. 
Er hat nun genug Geld, um seinen Traum zu verwirklichen: Schriftsteller zu sein. Kinderbücher wie „Emil und die Detektive“, „Das doppelte Lottchen“ oder „Pünktchen und Anton“ machen ihn berühmt. 

Sieh dir das Video an und beantworte folgende Fragen:

  • Was ist ein reiner Reim? 
  • Wie kannst du Reimschemata bestimmen? 
  • Wodurch zeichnet sich der Kreuzreim aus? 

Ein Dieb im Zug

Das bekannteste Buch von Erich Kästner heißt „Emil und die Detektive“. Emil Tischbein wohnt im kleinen Ort Neustadt. Die Sommerferien soll er bei seiner Großmutter und seiner Kusine Pony Hütchen in der Hauptstadt Berlin verbringen. Auf dem Weg dorthin wird ihm das Geld, das er seiner Oma mitbringen soll, von einem Dieb gestohlen. Weil Emil zu Hause ein Denkmal beschmiert hat und deswegen gesucht wird, traut er sich nicht, den Diebstahl der Polizei zu melden. In Berlin trifft er Gustav. Der trommelt sofort eine Gruppe von Kinder-Detektiven zusammen, um die Verfolgung des Diebes aufzunehmen. Ein wildes Abenteuer beginnt.

Zum 9. Mal verfilmt

Erich Kästner schlägt in seinem „Emil“-Buch einen neuen Ton an. Bis dahin waren Bücher für junge Menschen Märchen oder sie sollten sie belehren. Bei Kästner sind Emil und die Detektive selbstständige Figuren, die selber entscheiden und handeln. Deshalb gilt der Roman als erstes modernes Kinderbuch. 
Das Einstehen für Freunde, der Kampf gegen Ungerechtigkeit sind Themen in vielen Büchern Kästners. Auch im Film, der Ende September in die Kinos kommt. Er ist schon die neunte Verfilmung des Romans „Emil und die Detektive“ seit 1931.

Brennende Bücher

Erich Kästner hat Erfolg, aber auch Verfolgung erlebt. Seine Karriere als Schriftsteller nimmt 1933 ein jähes Ende, als die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht übernehmen. Bücher von Schriftstellern, die gegen sie sind, werden verboten und verbrannt. 
Als Erich Kästners Bücher öffentlich verbrannt werden, geht er hin und schaut zu. Nur eines ist nicht dabei: „Emil und die Detektive“ wird als einziges Kästner-Buch nicht verboten. Viele Autoren fliehen aus Deutschland – er bleibt. Auch, weil er seine Mutter nicht verlassen will.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lebt er in München und ist wieder Journalist und Schriftsteller. Dort gibt er den „Pinguin“ heraus, eine Jugendzeitschrift wie Space. 
1974 stirbt Erich Kästner, der jeden Brief an seine Mutter mit „Dein oller Junge“  unterschrieben hat, mit 75 Jahren. 

Vollständiger Name:                    Emil Erich Kästner
Geburtstag:                                  23. Februar 1899
Geburtsort:Dresden, Deutschland
Beruf:Schriftsteller, Publizist und Drehbuchautor
Berühmte Werke:Emil & die Detektive (1929), Pünktchen und Anton (1931), Das fliegende Klassenzimmer (1933), Das doppelte Lottchen (1949)

LeseStar-Aufgabe

Der Artikel oben beschäftigt sich mit dem berühmten Autor Erich Kästner und der Verfilmung eines seiner Romane. Lies ihn und beantworte folgende Fragen:
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